Reha-Training

Pferde sind verschieden - das Training muss sich individuell nach dem Pferd richten. Die Trainingsplanung sollte individuell auf Pferd und Reiter zugeschnitten sein und hängt vom Ausgangsbefund ab. Was kann das Pferd, was kann es noch nicht oder was nicht mehr? Passt das Equipment? Was kann der Reiter und was ist er bereit zu leisten? Hat er realistische Ziele mit dem Pferd?

Die Hauptziele eines erfolgreichen Trainings sind, die bestmögliche Leistung zu erreichen, die athletischen Fähigkeiten zu verbessern und das Verletzungsrisiko zu senken. Die Muskeln gesund zu erhalten, ihre Beweglichkeit und Geschmeidigkeit zu fördern, sind dabei wichtige Faktoren. 

Tierärzte und Therapeuten erkennen zunehmen die Vorteile, die Dehnübungen für die Muskulatur haben. 

Und ganz besonders wichtig ist das Wieder-Antrainieren eines verletzten Pferdes. Geschieht dies zu schnell, ist das Risiko groß, Rückschritte zu machen. 

Jedes Pferd hat seine Genetik und Geschichte, so wie wir Menschen auch. Dem einen liegt eher Jogging, dem nächsten Schwimmen. 

Findet man die passenden Übungen, so fällt es dem Pferd (wie auch uns Menschen) nicht so schwer, und  macht sogar Spaß.

Stretching

Längere Muskeln sind automatisch auch geschmeidiger und Stretching ist eine wichtige Möglichkeit, Muskelfasern zu verlängern. Es kann helfen, die Verletzungsgefahr zu vermindern, da weniger Spannung auf Gelenke, Sehnen, Muskeln und Bänder einwirkt. 

Zusätzlich verbessert Stretching die Zirkulation des Blutes und der Lymphflüssigkeit, somit wird die Muskulatur optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und gleichzeitig werden giftige Abfallstoffe des Stoffwechsels effizienter abtransportiert. Beides sind wichtige Aspekte, um Ermüdung vorzubeugen und Erholungsphasen zu verkürzen.

Faszien Training

Faszien passen sich an die auf sie einwirkenden Belastungsreize an. Werden sie auf Zug belastet, werden sie fester. Das geschieht zum Beispiel beim Fesselträgerapparat. Das Pferd wird durch das Training im Fesselkopf immer weniger durchtrittig. 

Übergänge und Tempiwechsel sprechen die Muskulatur an, alle gleich- und taktmäßigen Bewegungen die Faszien. Eine weitere gute Möglichkeit, um zwischen Faszien- und Muskelanspannung zu wechseln, ist die Arbeit über Bodenstangen. Schon eine einzige Stange unterbricht den Takt, und das Pferd muss muskulär aktiv werden. 

Ein Effekt der Equikinetik ist, dass ein Erstarren der Faszien verhindert wird, umgekehrt kann das Training dazu beitragen, bereits erstarrte Faszien wieder geschmeidig zu machen. Die Muskel- und Faszienketten dürfen zusammenarbeiten und das Pferd bleibt gesund, da es mit gleichmäßiger Dynamik und Spannung gearbeitet wird. 

Um Faszien wieder dehnbar zu machen und ihnen die vorgesehene Struktur zurückzugeben, stehen langsame Bewegungen und keine schnellen, ruckartigen im Vordergrund. 

Was Reitergewicht, Equipment und Beizäumung bewirken

Durch Training des Rumpftrageapparats, vor allem im Trab und ohne einschnürrendes Equipment hinter dem Widerrist wie Longiergurt oder unpassendes Sattelkopfeisen, kann der Rumpftrageapparat aufgebaut und der Halsaufsatz positiv verändert werden. Beim Reiten entsteht ein "Bergauf-Gefühl"

Vorbiegigkeit und Rückständigkeit

Wenn der Voderfuß- oder Karpalgelenk von der Seite betrachtet auch nur leicht vorbiegig oder auch intermittierend vorbiegig ist, zeigt das Pferd ein großes Problem an. 

Durch die Vorbiegigkeit versucht das Pferd folgende Strukturen zu entlasten: das Fesselgelenk, die Gleichbeine, den Fesselträger und/oder die Beugesehnen. Im schlimmsten Fall besteht eine Unterstützungsbandkontraktur der tiefen Beugesehne, eine sehr hartnäckige und auch durch Schonung sehr schwer umkehrbare Problematik. 

Hier ist von ausschlaggebender Bedeutung zu schauen, ob das Pferd überhaupt noch in der Lage ist, in der Stützphase das Karpalgelenk durchzustrecken. Wenn nicht, ist er Schaden groß und beseht auch wahrscheinlich schon länger. So wird auch die Rehabilitation bis zu zwei Jahre dauern. 

Wenn wir uns gerade hinstellen, ist unsere Ferse das Fesselgelenk des Pferdes. Nehmen wir an, es schmerzt durch Überlastung. Was können wir tun, um den Druck vom Fesselgelenk zu nehmen? Wir verlagern unser Gewicht etwas nach vorn auf die Zehe und beugen etwas das Knie. Schon ist der Druck von der Ferse genommen. Die Vorbiegigkeit beim Pferd ist nicht anderes als eine Entlastungshaltung für dieses Gelenk und die es umgebenden Strukturen

Equikinetik bei zu dicken Pferden

Durch die Vermehrung der Muskelmasse steigert sich der Energieumsatz. Ein gut bemuskeltes Pferd hat einen höheren Energieverbrauch, denn Muskeln brauchen Nahrung. Selbst im Ruhezustand, das heißt wenn das Pferd schläft, verbrauchen Muskeln mehr Energie als Fett.

Muskeln haben einen anderen Stoffwechsel als Fett. 

Das Pferd ist ein Dauerfresser, darauf ist sein Verdauungssystem abgestimmt. Die Ursachen von Übergewicht sind klar, zu viel Futter, zu wenig Bewegung.

Da das Verdauungssystem darauf angewiesen ist, Nachschub zu bekommen, ist es nicht einfach, alles richtig zu machen. 

Es ist nicht nur unschön, wenn Pferde zu fett sind, das zu hohe Gewicht kann eine ganze Reihe von Krankheiten, sogenannte Wohlstandskrankheiten, zur Folge haben. Neben Gelenkproblemen, Überlastung des Bewegungsapparates und herz-Kreislaufproblemen kommt es zu Stoffwechselerkrankungen wie dem Equinen Metabolischen Syndrom oder der Hufrehe. 

Durch alleiniges Reduzieren der Futtermenge wird das Pferd nicht nur Fett, sondern in erster Linie Muskulatur abbauen. Genau diese braucht es aber, um dauerhaft schlank und gesund zu bleiben. 

Robuste Rassen sind besonders bedroht, allerdings schützt auch den Vollblüter seine Herkunft nicht davor zu verfetten. 

Equikinetik ist das Bewegungsprogramm, das genau da ansetzt. Es wird das Pferd nicht wie einen bemuskelten Superstar dastehen lassen, aber ihm helfen, seine Fettpölsterchen abzubauen und dafür sorgen, dass Muskulatur aufgebaut wird. 

Das Motto lautet: Training statt Fressbremse. Das Pferd bekommt wieder mehr Lebensqualität und das Risiko krank zu werden, wird geringer

Unsere Pferde werden nicht am 15. März in der Box stehen, nach hinten zum Bauch schauen und sich denken "so kann ich aber auf keinen Fall rausgehen. Ich muss jetzt unbedingt abnehmen!"

Um die Kilos in Schwung zu bringen, beginnt man mit dem Training am besten langsam, vor allem aber trainiert man regelmäßig. Das Equikinetik Training können wir individuell auf das jeweilige Pferd und seinen Konditionszustand anwenden. Ein übergewichtiges Pferd kann man nicht wie einen Sportler trainieren. Dazu ha es die Kraft nicht. Herz und Kreislaufsystem wären schnell überfordert, auch die Gelenke würden unnötig belastet werden. Hier heißt es, langsam beginnen und dann kontinuierlich steigern. 

Arthrose

Arthrose ist eine entzündliche Gelenkserkrankung, die oft durch Fehlbelastung und Übergewicht entsteht. 

Viele Pferdebesitzer, die diese Diagnose bei ihrem Vierbeiner gestellt bekommen, sind verunsichert, ob sie mit ihrem Pferd auch weiterhin trainieren dürfen. Das Pferd nicht mehr zu bewegen, wäre ein Fehler und es könnte ein Teufelskreis entstehen, der die Arthrose sogar verschlimmert. Um ein Gelenk reibungslos zu bewegen sind die Gelenkflächen mit Knorpelgewebe ummantelt. Als Pufferzone zwischen den Knochen sorgt das Knorpelgewebe dafür, dass diese aneinander "vorbeigleiten" können. 

Um die Funktionsfähigkeit eines Gelenks zu erhalten, muss der Knorpel ausreichend mit Nährstoffen und Wasser versorgt werden. 

Gelenkflüssigkeit, die sogenannte Synovia, die Nährstoffe und Wasser enthält, wird gebildet, wenn sich ein Pferd bewegt, und durch die Bewegung dann in den Knorpel einmassiert. 

Bei Arthrose ist der Knorpel spröde und angegriffen. Sorgt man hier nicht für ausreichend Bewegung und schont das betreffende Gelenk, wird zu wenig Synovia gebildet und der ohnehin schon angegriffene Knorpel zu wenig geschmiert und ernährt. 

Durch das Geraderichten des Pferdes in der Equikinetik werden Fehlbelastungen vermieden. Ebenso hat das Pferd hier kein Risiko, durch abruptes Stoppen oder ruckartige, schnelle Richtungswechsel den Gelenken zu schaden. 

Vorbeugen ist besser als Heilen

Mit dem Equikinetik Training ist es möglich, das Risiko zu verringern, dass das Pferd an einer Arthrose erkrankt. Denn es schmiert die Gelenke und baut effizient die Muskulatur auf, die das Gelenk stützt und entlastet. Einseitige Belastungen und schnelle Richtungswechsel, die unnötig Druck auf das Gelenk ausüben, werden vermieden. Es kann also einem Gelenkverschleiß vorbeugen. 

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS)

Das Equine Metabolische Syndrom ist eine Krankheit, die durch Überfettung entsteht. Der Organismus wird insulinresistent und baut dadurch immer neues Fett auf. Hufrehe wird durch einen zu hohen Insulin- und Glucosespiegel gefördert. Es gibt derzeit keine medikamentelle Therapie gegen EMS. 

Bewegung und Muskelaufbau sind Überlebenswichtig für Pferde mit EMS

Pferde in der Reha-Phase

Durch Steh- und Ruhephasen bildet sich die Muskulatur zurück und die Kondition lässt nach. 

Equikinetik bietet ein schonendes, effektives Aufbauprogramm, da die Pferde gleichmäßig und ohne Fehlbelastung gearbeitet werden. 

Gerne kommen wir zu dir an den Stall für eine Einführung und Trainingseinheit der Equikinetik, Dual-Aktivierung, EquiClassik-Work, Bodenarbeit. Einfach Termin vereinbaren

Equikinetik für ältere Pferde

Durch Bewegungsmangel sinkt die Lebensqualität älterer Pferde. Equi hilft dem Pferd, agil und fit zu bleiben. 

Ältere Pferde brauchen mehr Pausen zwischen den Einheiten, damit sich der Körper erholen kann und des zum Muskelwachstum kommt. 

Equi für den Erhalt

Equikinetik ist ein hervorragendes Training um Muskeln, Faszien, Sehnen, Bänder und die gesamte Kondition des Pferdes aufzubauen und zu erhalten. 

Zudem ist es ein schöner Nebeneffekt der Equi, das Pferde ruhiger werden und in Stresssituationen gelassener reagieren. 

Und außerdem ein gutes Beziehungstraining zwischen Mensch und Pferd. 

KONTAKT

Therapie und Training

Martina Freund

Grafingerstr. 5

85617 Assling

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