SWIT Neurobalance in der Therapie

Die Physiotherapie nimmt großen Einfluss auf das Nervensystem und kann hierüber Stoffwechselsteigerung, Entspannung und Schmerzlinderung erreichen. 

Stellen wir uns vor, wir kommen im Galopp um die Kurve, sehen den Sprung, reiten direkt auf das Hindernis zu und müssen Entscheidungen treffen und reagieren. Im Bruchteil einer Sekunde erfassen wir den Abstand, entscheiden ob wir vorwärts reiten, zurücknehmen oder einfach passiv sitzen bleiben bis zum Sprung. Unsere Entscheidung muss für das Pferd erkennbar sein, von seinem Nervensystem aufgefangen, bewertet und in gezielte Bewegungen umgesetzt werden. 

Dabei gilt, um ein Hindernis korrekt anzureiten, ist eine gute Körpersprache zwischen Reiter und Pferd notwendig. 

Beim Bewegungstier Pferd müssen wir zudem ein großes Augenmerk auf evtl. vorhandene Blockierungen richten, die eine beachtliche Wirkung auf das Nervensystem haben. 

Blockierungen sind reversible Funktionsstörungen von Wirbel und Gelenken, meist durch muskuläre Dysbalancen verursacht. 

 

Wie äußert sich eine Blockierung? Am häufigsten in Schmerzen, aber auch durch geänderte Haltung oder Gang, Widersetzlichkeiten oder Leistungsverweigerung. Eine blockierte Körperseite oder ein blockierter Wirbel verbraucht zusätzlich Energie. 

 

Eine Blockierung ist schmerzhaft, das Pferd zeigt meist eingeschränkte Funktionen. Bei einer Blockierung der Wirbelsäule ist mindestens ein Wirbel nicht mehr in der physiologischen Stellung, er klemmt und drückt auf den Nerv. Dadurch wird die Beweglichkeit des Halses und des Rückens beeinträchtig, manchmal so stark, dass Muskeln und auch die Nerven nicht ordnungsgemäß arbeiten. 

Nur wenn das Nervensystem funktioniert, arbeiten auch die einzelnen Organe und Gewebsabschnitte normal, das heißt, sie können Krankheitserreger abwehren und verletztes Gewebe reparieren. 

 

SWIT Neurobalance unterstützt das Pferd dabei, sich zu entspannen um so auch das Nervensystem wieder in sein biologisches Gleichgewicht zu bringen. 

 

Das Nervensystem ist sehr empfindlich, ein winziger Druck reicht bereits aus, um die Funktion eines Nervs zu stören und den Informationsfluss zwischen Gehirn und Körper zu unterbrechen. 

 

Sehr häufig werden Nerven an den Austrittsstellen aus der Wirbelsäule gequetscht. Durch unpassende Sättel, das Reitergewicht, die falsche Reitweise etc. Weil das Zentralnervensystem sämtliche Organe und Gewebsverbunde überwacht und steuert, muss der ungestörte neuronale Informationstransport in beide Richtungen gewährleistet sein, damit der Körper ordnungsgemäß funktionieren kann. 

Gestörte Nerven erzeugen lokale Schmerzen im Hals und Rücken, oder im ganzen Bein, sie bedingen aber auch eine unsaubere Koordinierung aller Körperfunktionen, z.B. der Muskelkontraktion. 

Fehltritte bei mangelhafter Muskelkoordination können dazu führen, dass weitere Gelenke und Sehnen am Bein verletzt werden. Unterbrochene Nervenbahnen haben weitere Wirkungen, z.B. verminderte oder unregelmäßige Schweißbildung, gestörte rosse oder chronische Bauchschmerzen. 

Der Tonus des Sympathikus steigt ständig. Der parasympathische Tonus muss ebenfalls ansteigen, um ein Gegengewicht innerhalb des Systems darzustellen. letztendlich wird ein Punkt erreicht, wo der Parasympathikus die gestiegene Energie im sympathischen Nervensystem nicht mehr effektiv ausgleichen kann. 

 

Blutdruck und Puls steigen, es können spastische Kolitiden oder Magengeschwüre sowie eine Anzahl von anderen Dysfunktionen entstehen. Wir nennen sie funktionelle Erkrankungen. Das autonome Nervensystem hat seine Flexibilität verloren. Es kann die aufgestaute Energie im sympathischen Anteil nicht mehr effektiv verarbeiten. Der parasympathische Anteil gibt dann auf. 

 

Die Reizbarkeit ist ein charakteristisches Zeichen für den lebenden Organismus, wobei die Reizleitung und -Beantwortung des Nervensystems übernimmt. 

Die fünf Programme von SWIT Neurobalance helfen dem Pferd bei der Unterstützung zur Stoffwechselsteigerung, Entspannung, Regeneration und Schmerzlinderung im Training und Wettbewerb