Erste Hilfe am Pferd

Um einen tatsächlichen Notfall richtig erkennen und einschätzen zu können, ist es wichtig, dass wir das normale Verhalten unseres Pferdes kennen. Wie frisst es normalerweise? Wie oder wann liegt es? Wie verhält es sich mit Artgenossen oder in der Herde? Tritt bei der Arbeit eine plötzliche Veränderung auf?

Da Pferde Gewohnheitstiere sind, werden werden wir in aller Regel schnell das typische Verhalten unseres Pferdes gut erkennen und einschätzen können. Auch der Charakter unseres Tieres beeinflusst dessen Verhalten immens: Es gibt sehr "starke" Pferde, bei denen auch bei heftigen Schmerzen nur minimale Reaktionen und Veränderungen sichtbar sind und eher "schwächere" Tiere, die schon fast mit einem "Hang zur Theatralik" auf kleineste Verletzungen reagieren. 

Ein paar häufig vorkommende Beispiele:

Kurzum: beobachte stets dein Pferd und wenn du das Gefühl hast, das etwas anders ist, als es sonst ist, dann sollte das ein kleines Alarmzeichen sein, dass du nun dein Pferd genauer beobachtest.

Generell gilt: es muss immer ein Tierarzt gerufen werden, wenn es hochdramatische Blutungen gibt (arterielle Blutungen) und wenn eine weitere Gefährdung für das Tier oder andere Tiere besteht. Notfälle sind ausschließlich ein Fall für den Tierarzt. 

Um einem Pferd unnötiges Leid zu ersparen, sollte man so früh wie möglich einen Tierarzt verständigen, wenn die Umstände es erfordern. Dies steigert in aller Regel die Heilungschancen und verkürzt die Krankheitsdauer. Reine Eigendiagnosen und daraufhin eigenständige Behandlungen und Gabe von Medikamenten "auf Verdacht" können solche Fälle verschlimmern und die anschließende Behandlung erschweren. 

Die Erstversorgung

Wichtig ist nun, den Gesundheitszustand des Pferdes zu prüfen und diesen einzuteilen in zwei Kategorien:

Wenn nun ein Notfall eingetreten ist, können wir uns an folgender Vorgehensweise orientieren bis zum eintreffen des Tierarztes:

Wundversorgung

Eitrige Wunden müssen natürlich behandelt werden, sind aber kein Notfall!!

Eiter entsteht erst nach 3-5 Tagen, haben also eine ältere nicht (oder falsch) behandelte Wunde als Ursache!

  • Den Impfpass oder Equidenpass bereit halten: ggf. muss der Tetanus-Status überprüft und aufgefrischt werden
  • KEINE Medikamente geben
  • Vorhandene Medikamente (frei verkäufliche oder Altbestände) helfen meistens nicht
  • Verschlimmern eventuell den Notfall
  • Unverträglichkeiten mit später vom Tierarzt verabreichten Medikamenten
  • Sollte man trotzdem ein Medikament verabreicht haben, so muss dies der TA unbedingt wissen.
  • Aufrichten oder Führen eines Pferdes nur nach Rücksprache mit dem TA
  • Ein ruhig liegendes Pferd (auch bei Kolik) darf in aller Regel liegen bleiben
  • Ein sich nervös hinwerfendes und blitzartig aufstehendes Pferd darf in aller Regel geführt werden, um das Verletzungsrisiko zu minimieren
  • Ruhig bleiben - Hilfe (Tierarzt) ist unterwegs!!!!!

KONTAKT

Therapie und Training

Martina Freund

Grafingerstr. 5

85617 Assling

Germany

Fon: 01522-3829735

info@mf-therapiepartner.de

www.mf-therapieundtraining.de

INFO

Folge uns auch auf 

Facebook:

Martina Freund

Instagram:

martinafreund3

Bilder von:

MF-Bildarbeit.de

Annette Kraft

Termin

Schreibt uns eine Nachricht damit wir einen Termin vereinbaren können.