Endoparasiten

Vor allem junge Tiere leiden häufig unter Wurmbefall und den daraus entstehenden Krankheitserscheinungen. Neben einer Schwäche des Immunsystems, Mangelerscheinungen, Entwicklungsstörungen und Organschäden werden zum Teil häufig blutige Durchfälle beobachtet.

Warum ist dieses Thema so brisant?

Viele dieser Parasiten gelten als Zoonoseerreger. Auch der Tierhalter kann sich anstecken. von Spülwürmern wissen wir z.B. dass sich beim Menschen nach Aufnahme infektiöser Eier Zysten bilden können. Ein Teil der bei Hund und Katze vorkommenden Giardienstämme sind auch für den Menschen infektiös und können zu hefigen Durchfällen führen. Ebenso führt ein Fuchsbandwurmbefall nicht nur beim Hund, sondern auch beim Menschen zu schwersten gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund von Zystenbildungen die sich in der Leber zeigen. 

Häufige Endoparasiten

DAs Vorkommen von Endoparasiten ist je nach Haltung, Fütterung und alter des Tieres bei den einzelnen Arten unterschiedlich. 

Hund

  • Giardia canis (Giardien)
  • Toxocara canis (Spülwürmer)
  • Ancylostoma caninum und Uncinaria stenocephala (Hakenwürmer)
  • Taenia spp (Bandwürmer)

Katze

  • Giardia cati (Giardien)
  • Toxocara cati und Toxascaris leonina (Spülwürmer)
  • Ancylostoma tubaeforme und Uncinaria stenopephala (Hakenwürmer)
  • Taenia (Bandwürmer)

Pferde

  • Stronyliden (Palisadenwürmer)
  • Cyathostominae und Strongylinae (kleine Strongyliden = Zwergfadenwürmer)
  • Anoplocephala perfoliata (Bandwürmer)
  • Gasterophilus intestinalis (Magendasseln)

Nachweis eines Endoparasiten Befalles

Wird ein Wurmbefall vermutet, empfehlt es sich, eine Sammelkotprobe von drei verschiedenen Kotabsätzen zur Untersuchung ins Labor zu schicken. 

Eine Sammelkotprobe ist immer anzuraten, da Parasiten nicht konstant ausgeschieden werden, sodass sie sich nicht immer in nur einer Kotprobe nachweisen lassen. 

Bei Jungtieren oder bei intensivem Kontakt zu anderen Hunden, bei Freigängerkatzen, im Haushalt lebenden Kleinkindern oder immungeschwächten Menschen wie Senioren ist eine häufigere Parasitenuntersuchung )ca. 3 - 4 Mal jährlich) anzuraten. Natürlich ist hier je nach Fall und Patient individuell zu entscheiden, wie die Untersuchungsintervalle festgelegt werden. 

Vorsorge und Hygiene

Bei Pferden kann man durch gute Weidehygiene den Infektionsdruck deutlich reduzieren. So sollte z.B. ein Überbesatz der Weiden vermieden werden. Ideal sind zwei Pferde pro Hektar. Steht nur eine Weide zum Grasen zur Verfügung, ist diese sicher stärker mit Wurmlarven belastet als nur zweitweise beweidete Flächen. Ein häufiger Koppelwechsel senkt die Kontamination mit Wurmlarven auf Weiden erheblich. 

Wird eine Zwischenmahd durchgeführt, wird die Weide im Herbst oder im folgenden Frühjahr als Schnittweide genutzt und hieraus Heu oder Silage gewonnen, kann die Zahl der Wurmlarven ebenfalls stark reduziert werden. Wurmlarven reagieren empfindlich auf Trockenheit und sterben in trockenen Umgebungen schnell ab, sodass das Ausbringen von Kalkstickstoff auf die Weide die Zahl der Wurmlarven schnell reduzieren kann. 

Keinesfalls sollte prophylaktisch, also ohne vorherige Untersuchung, mit der chemischen Keule behandelt werden. Eine Therapie sollte immer erst bei Nachweis eines Parasitenbefalles erfolgen. Sie kann exakt auf den Befall zugeschnitten werden. 

Bei allgemeinen Fragen hierzu oder zur Auswahl des geeignetsten Tests könnt Ihr uns gerne schreiben oder anrufen, wir freuen uns von Euch zu hören

 

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