Australische Buschblüten

Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen.

Platon (427 - ca. 348 v. Chr.) griechischer Philosoph, Schüler des Sokrates

Die Anwendung von Blütenessenzen unterschiedlichster Pflanzen greift auf eine lange Tradition zurück. Schon im Mittelalter nutzten Heilkundige wie Paracelsus oder Hildegard von Bingen Blütenessenzen. Uralten Aufzeichnungen zufolge haben bereits die alten Ägypter den Blütentau gesammelt, um das emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen. 

Die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, aßen Blüten, um ihre Emotionen, die aus dem Gleichgewicht geraten waren, zu heilen. Sie nahmen die Schwingungen und Energien der Pflanzen und Bäume auf, während sie daneben oder darunter saßen. 

Die wichtige Rolle der Psyche

Die Australischen Buschblüten sind vielen Tiertherapeuten noch unbekannt. Dabei werden sie auch bei Tieren schon erfolgreich angewendet. Wie wir Menschen haben auch die Tiere energetische Frequenzen, und es ist für sie wichtig, die Energie im Gleichgewicht zu halten. Die Blüten wirken auf der emotionalen und psychischen Ebene noch tiefgründiger, als dies Bach-Blüten oder Kräuter tun. Australische Buschblüten sind Schwingungsmittel die dabei unterstützen, die Folge negativer Erlebnisse zu verarbeiten und Verhaltensmuster, die die Gesundheit schwächen, zu durchbrechen. Gerade in der Naturheilkunde weiß man, dass sich körperliche Beschwerden mitunter nur heilen lassen, wenn man auch die Psyche/ den Geist mit behandelt und unterstützt. 

Die meisten Menschen unterdrücken fast vollständig ihre Instinkte und hören nicht auf ihr "Bauchgefühl". Ganz im Gegenteil zu unseren Tieren - sie suchen und fressen instinktiv Pflanzen, um ihre Gesundheit wiederherzustellen oder um sich besser zu fühlen. 

Hunde z.B. fressen Gras, Katzen reagieren auf Katzenminze, wälzen sich in den Pflanzenblättern und fühlen sich wohl. Wildtiere fressen in der Natur Pflanzen, um sich eigenständig von Würmern zu befreien. 

Außer Instinkten besitzen Tier auch Gefühle, so können ihre Emotionen ins Ungleichgewicht kommen, die sich dann nach einiger Zeit in körperlichen Beschwerden äußern. Die Bandbreite liegt zwischen akuten Beschwerden und chronischen Erkrankungen. Die Psyche spielt also auch in der Tierwelt eine große Rolle. 

So können Blüten z.B. bei Verhaltensproblemen wie Reviermarkierungen bei Katzen oder Rangordnungsproblemen bei Hunden helfen. Auch bei Trauer, wenn das geliebte Herrchen/Frauchen oder der tierische Freund verstirbt, leiden Tiere sehr und benötigen emotionale Unterstützung. Wenn sie altern, sollte man ihnen nicht nur ernährungstechnisch helfen, sondern auch auf der mentalen Ebene. Trächtigkeit und Laktation können bei Zucht-Hündinnen sehr an den Nerven zehren. Stress und Aggressivität können auch bei Vierbeinern eine Belastung auf körperlicher und psychischer Ebene sein. Dazu kommen Traumen, die z.B. Tiere aus dem Tierschutz oder aus dem Tierheim erlebt haben und nicht verarbeiten konnten. 

Ein Umzug stellt bei Katzen eine große Herausforderung dar. Das ist nur ein kleiner Auszug der Anwendungsmöglichkeiten. Oft kommt es vor, dass alle Mitbewohner, die im Haushalt leben, einschließlich Herrchen/Frauchen, behandelt werden müssen, um das emotionale Gleichgewicht im "Rudel" wiederherzustellen.

Die passende Blüte

Die Australischen Buschblüten lassen sich sehr gut mit anderen naturheilkundlichen Therapien kombinieren. Auch die Blüten untereinander können in einer Mischung angewendet werden. Eine ausführliche Anamnese sollte immer erstellt werden, um die passende Blüte/Mischung zu finden bzw. anfertigen zu lassen.

Die Herstellung der Essenzen geschieht durch das Aussuchen der richtigen Blüten, die in ein durchsichtiges Glasgefäß mit reinem Quell- oder Mineralwasser getan werden. 

In Australien reichen zwei Stunden Sonnenlicht aus, in kälteren Gebieten werden mehr Sonnenstunden benötigt. In dieser Zeit geschieht ein energetischer Austausch zwischen den Blüten und dem Wasser. Die Energie der Pflanze geht auf das Wasser über. Danach werden die Blüten entfernt und das Wasser im Verhältnis 1:1 mit Alkohol aufgegossen, und fertig ist die "Muttertinktur". 

Davon werden 7 Tropfen in ein Gefäß (15-30 ml) getan und mit zwei Teilen Alkohol und einem Teil hochwertigem Wasser gemischt. Hierbei handelt es sich um die Vorratsflasche. Um die richtige Verdünnung für die Tiere zu erhalten, werden 7 Tropen der Vorratsflasche mit einem Teil Alkohol und drei Teilen Wasser in einem Gefäß (15 - 30ml) vermengt. 


Diese Blüte wurde 1993 von Ian White entdeckt, gehört der Pflanzenfamilie der Lippenblütler an und wird als kleiner Strauch bis zu einem Meter hoch. Die Blüten haben die weiße Farbe, manchmal einen Hauch von rotem Violett. Die zweite Blüte öffnet sich erst, nachdem die erste Blüte verwelkt ist. 

Die Heilwirkungen richten sich hier an Tiere, die im Rudel oder für Herrchen/Frauchen die Verantwortung übernehmen müssen und das als Last empfinden, da sie eigentlich selbst einen Rudelführer benötigen. Den Tieren sieht man an, dass sie emotional und geistig erschöpft sind und einen Mangel an Freude haben. Sie sind antriebslos und nur schwer zu motivieren. 

Bei Alpine Bush zeigt sich ihre Wirkung, noch bevor sich die körperliche Erschöpfung einstellt. Das Tier wirkt nach der Gabe wieder voller Freude. Es hat eine emotionale und mentale Erneuerung erhalten. 

Die zweite Australische Buschblüte ist Angelsword, die zur Pflanzenfamilie der Lobelien gehört. Ihren Namen hat sie vom flämischen Botaniker und Gärtner Matthias de L`Obel erhalten. Die einjährige Pflanze hat mehrere blaue bis lilafarbene Blüten. 

Die Essenz der Blüte richtet sich an Tiere, die verwirrt scheinen und dies anhand von Verhaltensauffälligkeiten ausrücken. Angelsword ist eine Reinigungs- und Schutzessenz. Sie löst negative psychische Energien auf. 

Bei der dritten Blütenessenz, der Banksia Robur, handelt es sich um eine Pflanze, die an der Küste von New South Wales im Sand oder Torfsand wächst. Die Blüten erinnern an einen braun-beigen "Lampenputzer". 

Ihre heilende Wirkung richtet sich an Tiere, die normalerweise voller Tatendrang, aber gerade ohne jegliche Energie sind. Sie möchten nur müde und frustriert auf ihrem Schlafplatz liegen und in Ruhe gelassen werden. Mit dieser Blüte finden die Vierbeiner in ihre Lebensfreude zurück und haben wieder Interesse am Leben. Sie entwicklen einen neuen Enthusiasmus. 

Sie bildet gut 10 cm große, zartgeformte, an Orchideen oder Schmetterlinge erinnernde Blüten, die einen feinen Duft verströmen. Die Essenz hilft Tieren, die Probleme haben, mit Veränderungen umzugehen. Diese Vierbeiner haben eine gewisse Starrheit gegenüber allem Neuen. Sie reagieren z.B. mit Zögern, wenn eine neue Katzenklappe eingebaut wird oder der Hund in ein Auto springen soll, das er noch nicht kennt. Auch älteren Tieren kann diese Essenz helfen. Die Vierbeiner entwickeln eine Akzeptanz und Offenheit gegenüber allen Veränderungen. Genauso kann sie eingesetzt werden bei Tieren mit Lernschwierigkeiten. 

Die fünfte Essenz, Billy Goat Plum, gehört zur Familie der Flügelsamengewächse. Im Englischen heißen die Früchte dieses Baumes "Billy Goat", während die Aborigines sie "Murunga" nennen. Die Früchte besitzen den höchsten Gehalt an Vitamin C aller bisher untersuchten Pflanzenarten. Der schlanke, mittelgroße Baum kann eine Höhe von 14 Metern erreichen. Die Essenz hilft, den eigenen Körper anzunehmen. Gerade Welpen oder Junghunde, die schlaksig sind, können davon profitieren. Sie werden in ihren Bewegungen sicherer und akzeptieren ihren heranwachsenden Körper. 

Die sechste Essenz wird Black-eyed Susan genannt. Sie wird aus der Tethratheca ericifolia gewonnen, die in Victoria und New South Wales zu finden ist. Sie mag besonders trockene Waldböden. Die Blütezeit ist von Winter bis Anfang Sommer. 

Bei uns kennen wir die Blüten als Schwarzäugige Susanne. Die Essenz richtet sich an hektische, nervöse Tiere, die nur schwer zur Ruhe finden. Mit Hilfe der Blüte bekommen diese Vierbeiner wieder eine innere Ruhe und werden ausgeglichener. 

Die Nummer sieben ist in Wäldern verbreitet, häufig an felsigen Orten, in alpinen Graslandschaften und Kräuterfeldern über 1500 Meter Höhe. Die Heimat der Pflanze ist das australische Hauptstadterritorium, der Südosten von New South Wales und das viktorianische Hochland. Die Blütenblätter sind lila. Diese Essenz ist für Tiere, die keinem vertrauen und sich nicht öffnen wollen. Eventuell hatten diese Vierbeiner schon mehrere Besitze. Sie möchten die Kontrolle behalten und haben eine gewisse Gier. Bluebell hilft ihnen, Vertrauen zu fasen, Freude am Teilen zu haben und sich wieder zu öffnen, um Liebe empfangen und genießen zu können. 

Er erreicht eine Höhe von 15 Metern und kommt im Nordwesten Australiens vor. Die Blüten dieser achten Essenz bestehen aus fünf weißen (manchmal cremefarbenen) Blättern. Tiere, die negative familiäre oder rassespezifische Verhaltensmuster zeigen bzw. übernommen haben, können diese starke Essenz nutzen. Sie hat außerdem eine reinigende und schützende Wirkung. Die Tiere legen schneller ihre Verhaltensmuster ab. 

Die neunte Essenz - Boronia - gehört zur Familie der Rutaceae und kommt in allen Staaten Australiens vor, in offenen Wäldern, seltener in Regenwäldern oder Trockengebieten. Bei Boronia geht es um das gebrochene Herz und die Sehnsucht. Die Vierbeiner sind auf etwas oder jemanden fixiert. Tiere, die ihrem verstorbenen Herrchen/Frauchen oder vierbeinigen Gefährten nachtrauern, hilft diese Blüte loszulassen.

Der Bottlebrush (Zylinderputzer) kommt aus Australien und gehört zur Familie der Myrtengewächse. Es sind immergrüne, kleine Sträucher oder Bäume. Die langen Staubblätter sind auffallend rot gefärbt. Die zehnte Essenz richtet sich an Tiere, die von einschneidenden Veränderungen im Leben überwältigt sind, z.B. hohes Alter, Trächtigkeit, Pubertät oder nahender Tod. Auch können diese Tiere die Vergangenheit nicht loslassen. Bottlebrush hilft trächtigen Hündinnen, sich auf die Geburt vorzubereiten, einzulassen und ruhiger zu werden. 

Die elfte Essenz ist im Northern Territory zu finden und bevorzugt einen sonnigen Platz mit trockenen, sandigen und kalkreichen Böden. Der Strauch kann 3 Meter Höhe erreichen. Auffallend sind ihre glockenförmigen, kaminroten Blüten. Tieren, die wenig Selbstvertrauen und kein inneres Gleichgewicht haben, kann diese Essenz helfen. Die Tiere hören nicht auf ihren Instinkt und sind zum Teil unbeholfen. Die Blüte unterstütz die Vierbeiner, mehr Selbstsicherheit zu bekommen, hilft auch bei Lernschwierigkeiten. 

Die zwölfte Essenz mit dem Namen Bush Gardenia kommt aus dem tropischen Norden Australiens. Sie hat ähnliche Blüten wie die Gartengardenie, ist aber ein 12 Meter hoher Baum, der von der Form her dem Eukalyptusbaum gleicht. Tiere, die nicht harmonisch in einem Rudel leben können, sollten diese Essenz bekommen. Oft handelt es sich um egoistische Tiere, die als Einzelgänger durch die Welt gehen und sich nicht in die Gruppe integrieren. Die Blüte hilft, dass Tiere wieder zur Gemeinschaft finden. 

Eine der ersten Essenzen, die hergestellt wurden, ist Bush Iris. Ihre Blüte hat eine blau-violette Farbe. Tiere, die Todesangst empfinden oder kurz vor dem Sterben sind, sollten diese dreizehnte Blüte einnehmen. In der Todesstunde hilft die Essenz der Seele, vor der Erde aufzusteigen. 

Die aufrecht wachsende mehrjährige Pflanze ist im niederen offenen Heideland sowie den Sümpfen im Hawkesbury- und Sandstone-Gebiet zu finden. Sie wächst bis zu 60 cm hoch mit einem Bündel röhrenförmiger roter Blüten mit gelben Enden an der Spitze. Blütezeit ist vom späten Dezember bis Februar. Diese vierzehnte Essenz hat als Thema Mangel an Fülle. Die Vierbeiner haben kein Selbstbewusstsein und sind auf ganzer Linie unsicher. Bei Anwendung der Blüte zeigen die Tiere wieder mehr Sicherheit und Stolz.

Die 1,5 Meter hohe immergrüne Strauch aus der Familie der Rutaceae. Die Blüten sind rosa und sternförmig. Crowea kommt überwiegend in Westaustralien vor. Diese fünfzehnte Blüte ist geeignet für Tiere, die innerlich unruhig und ängstlich sind. Man hat bei diesen Tieren das Gefühlt, dass sie sich ständig um Herrchen/Frauchen sorgen. Die Essenz hilft ihnen, wieder ihre Mitte zu finden und ausgeglichener zu sein. 

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