Vital Pilze

Vitalpilze können wir bei unseren Tieren unterstützend und gleichzeitig vorbeugend einsetzen. Die Pilze sind zum Teil sehr ähnlich und dann doch wieder sehr speziell in ihrer Wirkweise. 

Grifola Frondosa (Maitake) - Der Klapperschwamm

Der Maitake ist ein sehr schmackhafter Speisepilz, der vor allem in der asiatischen Küche bekannt ist. Er wächst hauptsächlich am Fuße alter Laubbäume wie Eichen, Linden, Ulmen, Ahorn, Kastanien und Buchen. Aufgrund dieser Vielseitigkeit findet man ihn von den Subtropen bis in die nördlichen gemäßigten Zonen, in Japan genauso wie in Europa und dem nordöstlichen Amerika. Der wissenschaftliche Name des Maitake ist Grifola frondosa. Dies beschreibt den Fruchtkörper des Pilzes - die Fänge von Greifvögeln, denen die Hüte des Pilzes ähnlich sehen. 

Der deutsche Name Klapperschwamm kommt daher, dass beim Schütteln des Maitake die vielen Hüte aneinanderschlagen und dabei ein klapperndes Geräusch entsteht. 

Er hat, wie die meisten Speisepilze, eine sehr hohe Nährstoffdichte, enthält fast kein Fett, jedoch viele Ballaststoffe, die besonders sättigend wirken. So ist er in der Lage, den Cholesterin- und Triglyceridspeigel positiv zu beeinflussen, was eine Gewichtsreduktion (Diät) unterstützen kann. 

Der interessante Pilz beheimatet Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und bioaktive Polysaccheride. Die besonderen Wirkstoffe des Pilzes aktivieren die immunkompetenten Zellen und erhöhen damit den Schutz vor Infektionen und Erkrankungen. Der Maitake enthält das Betaglucan Grifolan, das die Aktivität von Makrophagen erhöhen und eine gezielte Immunaktivierung initiieren kann. 

Mit ihm kann man die Immunabwehr mobilisieren, bei Bedarf auch modulieren. 

Durch unterschiedliche Wirkmechanismen beeinflusst der Vitalpilz den Zuckerstoffwechsel positiv. In Versuchen konnte gezeigt werden, dass ein Maitake-spezifisches Glykoprotein die Glukosetoleranz erhöhen kann, ohne dass dabei die Insulinausschüttung verändert wird.  

Der Grifola frondosa wird daher erfolgreich bei Diabetes Typ 2 eingesetzt. Gleichzeitig wird der Blutdruck des Tieres ausgeglichen. 

Spezielle Inhaltsstoffe des Klapperschwammes spielen auch in der Tumorprävention eine wesentliche Rolle. Der Pilz zeigte in In-vitro- und In-vivo-Studien eine hemmende Wirkung auf Bildung und Vermehrung von Tumorzellen. Untersuchungen belegen, dass der Maitake die Aktivität der immunkompetenten Zellen während einer schulmedizinischen Krebsbehandlung erhöhen kann. Aus verschiedenen Untersuchungen weiß man, dass er die Metastasenbildung  verringert und den Krankheitsverlauf bei Krebs günstig beeinflussen kann. 

Zudem stimuliert der Klapperschwamm Knochenbildung und -mineralisation, kann daher in der Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose nützlich sein. 


Pleurotus Osteratus - Der Austernseitling

Der Austernpilz ist ein sehr einfach zu züchtender Speisepilz, der auch in unseren Breiten sehr bekannt ist. Das Myzel dieses Pilzes ist sehr robust, weshalb er einer der beliebtesten Zuchtpilze geworden ist. Der Austernseitling wächst in der Natur hauptsächlich auf Laubbäumen wie Buche, Pappel, Weide oder Erle, und wird aufgrund seiner Wirkweise in der Naturheilkunde vieler Länder sehr geschätzt. Dank seines hohen Gehaltes an Eiweißen, Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen hat er sich auch in der Mykotherapie einen Namen gemacht. 

Pleurotus ostreatus stärkt das Immunsystem durch Polysaccharide, zeigt entzündungs- und krebshemmende sowie antioxidative Effekte. 

Der Austernseitling ist unter den Vitalpilzen der wichtigste Cholesterinsenker. Sein Wirkstoff Lovastatin reduziert den Cholesterinaufbau bereits in der Leber. 

Zusammen mit der entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung sind seine cholesterin- und triglyceridsenkenden Effekte ideal für die Verbesserung der Gefäßgesundheit der Tiere. Er stärkt die Blutgefäße und dient der Thrombosevorbeugung. 

Der Austernseitling enthält ein ganz spezielles Polysaccharid, das Beta-D-Glucan Pleuran. Dieses balanciert die Immunantwort, sodass diese stets adäquat reagiert - er hat somit einen modulierende Wirkung. Der Pilz kann unterstützend bei allen Infektionen oder Krebs eingesetzt werden, da er keine überschießende Immunantwort provoziert. 

Bei Studien schnitt der Pleurotus ostreatus in Hinblick auf seine tumorhemmende Wirkung vergleichbar gut ab wie die Kontrollsubstanz in dem Test, das Chemotherapeutikum Cisplatin. Was seine entzündungshemmende Wirkung angeht, war er vergleichbar gut wie der bekannte Entzündungshemmer Diclofenac. Sein Wirkstoff Pleuran kann sogar bei bestimmten Krebsarten die Metastasenbildung hemmen. 

Eine Besonderheit dieses Vitalpilzes ist sein Inhaltsstoff Pleuromutillin, ein natürliches Antibiotikum, aus dem das Medikament Pleurotin isoliert wurde. In Versuchen konnte man damit sogar sehr massiven Bakterienbefall stoppen. Im Gegensatz zu Antibiotika, die die Darmflora weitgehend zerstören, wirkt Pleuromutillin probiotisch und hilft der Darmflora, sich schneller zu regenerieren. 

Zusätzlich fördert er die Ansiedlung der guten probiotischen Darmbakterien im Darm, was gerade nach der Einnahme von Antibiotika sehr von Nutzen sein kann. 

Der Pleurotus-Pilz hat auch einen besonderen Bezug zu Knorpeln, Muskeln, Sehnen und Bändern. Diese werden gestärkt, sodass das Gelenk mehr Halt und Stabilität bekommt. 

Daher wird er auch gerne unterstützend bei Arthrose eingesetzt.


Polyprous Umbellatus - der Eichhase

Der Polyprous umbellatus, auch Eichhase, ästiger Büschel-Porling oder Zhu Ling genannt, ist ein beliebter Vitalpilz in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der ebenso in Europa auf Bäumen wie Buchen und Eichen wächst. Er wurde schon in 2000 Jahren alten Schriften als Antibiotikum erwähnt, und der bekannte Ötzi (Gletschermumie) trug vor 5000 Jahren zwei eng verwandte Pilze - ebenfalls aus der Familie der Porlinge - in seinem Schamanenbeutel bei sich. 

Der Eichhase wirkt stark auf das lymphatische System und hilft es zu entgiften sowie zu entschlacken. Dadurch kann er auch Nebenwirkungen der Chemotherapie lindern und Medikamentenrückstände, etwa von Antibiotika, ausleiten. 

Der Vitalpilz wirkt harntreibend, jedoch ohne Kaliumverlust. Der Polyporus-Inhaltsstoff Ergon ist ein sogenannter Aldosteron-Gegenspieler. Er hemmt die Wirkung des Aldosterons sowie Wiederaufnahme von Natrium und Ausscheidung von Kalium. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Wasser-, Natrium- und Chlorausscheidung. Indem er den Harnfluss steigert und die Harnmenge erhöht, ohne den Kaliumspeigel zu beeinflussen, hat er anderen Entwässerungsmitteln einiges voraus. 

Durch seine Polysaccharide wirkt er modulierend auf das Immunsystem bzw. die Immunantwort. Dadurch reagiert das Immunsystem effektiv gegen Bakterien, Viren, Pilze und Tumorzellen, ohne dass Autoimmunerkrankungen oder Allergien verschlechtert werden. Seine antiviralen Eigenschaften kommen u.a. bei Hepatitis und anderen viralen Infekten zum Tragen. 

Der Polyporus umellatus soll bei Strahlentherapie schützend auf das gesunde Gewebe wirken und ist daher gut mit einer Chemotherapie kombinierbar. Er senkt oxidativen Stress  und beugt damit Alterung, Verschleiß und Funktionsverlusten des Körpers vor. Die Haut- und Fellstruktur wird verbessert und allergische Erscheinungen wie Kontaktallergien können gelindert werden. 

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