Dual Aktivierung

Die drei Säulen der Dual-Aktivierung

Die Dual-Aktivierung basiert auf drei ganz einfachen Grundlagen:

  • Die Konzentrationsfähigkeit des Pferdes hinsichtlich Dauer und Intensität. Die Frage ist: Wie lange und wie intensiv kann sich ein Pferd konzentrieren?
  • Konzentration und Mitarbeit des Reiters, dessen Wahrnehmung in jedem Moment des Trainings - wie bei seinem Pferd - voll und ganz gefordert ist. 
  • Die Arbeit mit Farbreizen, die durch den Einsatz von blauen und gelben Schaumstoffgassen, welche als Parcoursmuster am Boden liegen, die geforderten Aufgaben für das Pferd besonders deutlich erkennbar machen

Konzentrationsfähigkeit Pferd

Pferde sind häufig nicht in der Lage, in ihrer Reizwahrnehmung von Rechts nach Links und umgekehrt zu schalten. Werden sie z.B. auf der linken Hand auf dem Zirkel geritten, verharren sie nach dem Umstellen auf die rechte Seite mit ihrer Körperlast noch immer links, d.h. sie bleiben auf der falschen Gehirnhälfte "hängen". Sie laufen lediglich im "Notprogramm" auf dem rechten Zirkel, wo nur die notwendigsten Informationen abgerufen werden können, um diese Trainingseinheit irgendwie zu überstehen. 

Das, was das Pferd aber auf der rechten Hand lernen und trainieren sollte, kann es nicht an die linke Hälfte weitergeben, so dass der Trainingseffekt hier praktisch gleich Null ist. 

Konzentrationsfähigkeit Mensch

Bei der Arbeit mit den Methoden der Dual-Aktivierung zeigt sich, dass die Konzentrationsfähigkeit des Menschen ganz enorm steigt. 

Das Pferd bekommt zum ersten Mal und sehr intensiv mit, dass der Mensch in diesem Moment des Trainings ganz bei ihm ist und ihm konzentriert zuhört. Im Zusammensein zwischen Pferd und Mensch ist es dabei wie im zwischenmenschlichen Umgang, neben einer veränderten, ganz dem Gegenüber zugewandten Körperhaltung spürt man zudem, dass auch die innere Bereitschaft der gegenseitigen Wahrnehmung sich auf den momentanen Situationspartner konzentriert.  Dies gilt im gleichen Maße sowohl für den Menschen als auch für das Pferd

Übungen und Farbreize

Die dritte Säule besteht aus den einzelnen Übungen, in Kombination mit den blau-gelben Farbreizen und dem Aufbau und der Abfolge dieser Übungen, die wir entweder am Boden trainieren oder auch reiten. Durch Übungen wie etwa die "Halbe-Volte-Gerade", oder auch Übungen in der Dual-Gasse bekommt das Pferd dadurch zum einen eine sehr gute Gymnastizierung und durch den Aufbau dieser Übungen als Zirkel- und Intervalltraining steigert sich zudem die körperliche und mentale Fitness des Tieres. 

Ein weiterer Effekt ist die Steigerung der Ausgeglichenheit und Gelassenheit eines Pferdes. 


Das Prinzip der Dual-Aktivierung

Die Kernaussage der Dual-Aktivierung lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Die Dual-Aktivierung hat es als Trainingsmethode geschafft, bewährte, alte, klassische Übungen durch den Einsatz der farbigen Gassen für Pferd und Reiter sichtbar zu machen. Die Übungen werden dadurch vereinfacht dargestellt und somit nicht nur für Profis reitbar gemacht, sondern auch für die Freizeitreiter, also für alle diejenigen, die nicht jeden Tag sechs verschiedene Pferde reiten müssen, sondern die vielleicht nur vier- oder fünfmal in der Woche zu ihrem Pferd fahren, und die immer wieder Elemente der Dual-Aktivierung in ihre Trainingseinheiten mit einbauen. 

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Warum Blau und Gelb?

Dass Pferde Farben sehen, ist mittlerweile sicher. Nur Unbelehrbare unterstellen ihnen noch eine Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge. Doch wie ein Pferd Rot, Blau, Gelb und Grün wirklich sieht, weiß man erst seit wenigen Jahren. 

Pferde sehen Farben ähnlich wie rotgrünblinde Menschen. Sie sehen vieles, einfach mehr oder minder blau, gelb oder grau, und können Rot und Grün schlecht voneinander unterscheiden. 

Erst das Gehirn entscheidet, welche Farbe es dem Ganzen gibt, ob etwa das Hindernis blau strahlt oder ob der Reiter heute Rot trägt. Das Hirn ist gleichsam das Fotolabor des Körpers, das den Film aus dem Auge entwickelt. 

Betrachtet man sich den Schädel eines Pferdes, so fällt auf, dass sich die Augen dieser Tiere, anders als etwa bei Katzen, Hunden oder dem Menschen, seitlich am Kopf befinden. Dadurch ergibt sich hinsichtlich des Sehfeldes und der damit verbundenen Wahrnehmung eine Besonderheit, die wir uns im Umgang mit dem Pferd stets vor Augen halten sollten: Das Pferd empfängt - zumindest im Nahbereich - mit jedem Auge ein anderes Bild seiner Umgebung. Diese Sehweise bezeichnet man in der Wissenschaft als "monokulare" Sehweise. 

Weil das Pferd mit dem rechten Auge in mehr oder weniger passiver Form überwiegend den Fluchtweg erfasst (weswegen wir dieses Auge auch als das "Fluchtauge" bezeichnen), ist auch die Bewegungswahrnehmung der rechten Körperseite weniger ausgeprägt als die Wahrnehmung der linken Körperhälfte. Das sogenannte "Sicherheitsauge", also das linke Auge, betrachtet hingegen sehr aktiv alles, was für das Pferd wichtig (und manchmal aus seiner Sicht Überlebenswichtig) ist und speichert diese Bilder in der rechten Hirnhälfte ab. 

Was kann die Dual-Aktivierung?

Pferde lernen ihre Balance zu finden, vermehrt unter den Schwerpunkt zu treten, was wiederum die Lastaufnahme erleichtert. Egal ob unregelmäßig eingesetztes Reitpferd oder Dressurkracher, die Leistungsbereitschaft wird erhöht und schwere Lektionen werden leichter vom Pferd gelernt. 

Bei der Dual-Aktivierung wird vom Boden gearbeitet, longiert und geritten. 

Voraussetzungen für die Dual-Aktivierung

  • Die Vorbereitung muss passen. Dazu gehört auch die innere Einstellung zur Arbeit
  • Die Bereitschaft zu einem etwas aufwändigeren Training. Nicht jeder hat einen eigenen Reitplatz, somit müssen die Dual-Gassen immer wieder auf- und abgebaut werden
  • Die Bereitschaft, 25 Minuten am Tag sehr konzentriert zu arbeiten
  • Die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Bei der Dual-Aktivierung sind Ausbinder und andere Hilfszügel überflüssig, oft sogar unlogisch und kontraproduktiv
  • Die Bereitschaft, sein Pferd notfalls energisch aufzuwecken, da es aufpassen und zuhören muss
  • Die Bereitschaft, anforderungsorientiert zu arbeiten und seinem Pferd zuzuhören, das Training seinem Leistungsstand anzupassen und keine Wunder zu erwarten
  • Die Bereitschaft, an großen Problemen mit der Salami-Taktik zu arbeiten. Wir sollten lernen uns scheibchenweise mit kleineren Schritt zufrieden zu geben und bedenken: Dual-Aktivierung richtig angewandt strengt ein Pferd körperlich und geistig sehr an.
  • Wir dürfen bei Schwierigkeiten keine Wutausbrüche bekommen. Pferde fügen sich nur bei einem Chef, der ihnen souverän entgegentritt

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