Schmerzentstehung

Bei Verletzungen oder Entzündung von Gewebe werden über komplexe biochemische Mechanismen Schmerzmediatoren freigesetzt. Diese Botenstoffe sensibilisieren und erregen zusätzlich noch so genannte "schlafende" Schmerzrezeptoren in unmittelbarer Nähe. Somit kommt es zu einer Potenzierung des Schmerzes. 

Durch spezielle Wachstumsfaktoren "wachsen" zusätzliche Nervenfasern ins umliegende Gewebe und bewirken auch hier eine Schmerzempfindlichkeit. 

 

Schmerzreize werden ausgelöst durch spezielle Rezeptoren, die so genannte Nozizeptoren. Das sind freie Nervenendigungen die auf thermische Reize wie Hitze oder Kälte, mechanische Reize oder chemische Signale, die bei Gewebsschäden auftreten, reagieren. Die Schmerzleitung erfolgt über Nervenfasern in Richtung des Rückenmarks. 

 

Die Sinneswahrnehmung "Schmerz", soll den Körper vor weiteren Schäden durch die ursprüngliche Noxe schützen. Bei chronischen Schmerzen verliert der Schmerz jedoch seine reine Warn- und Schutzfunktion und durch das so genannte Schmerzgedächtnis kann es zu einem eigenen Krankheitsbild, zu einem chronischen Schmerzsyndrom kommen. 

 

Deswegen ist eine angepasste Schmerztherapie zum Durchbrechen dieses Teufelskreises bei chronischen Entzündungsprozessen sehr wichtig.